Feedback zählt nicht erst seit Hattie und Gerhard Roth zu einem wichtigen Instrument für die Erhöhung des Lernerfolgs. Wie wir aus vielen Schulungen und Rückmeldungen von TeilnehmerInnen wissen kann regelmäßiges kriteriengeleitetes Feedback seitens der Lehrkraft und/oder von MitschülerInnen eine erstaunliche Wirkung erzeugen. Hirnforscher bestätigen das große Potential von Feedback für den Lernerfolg jedes einzelnen Schülers, jeder einzelnen Schülerin.

Feedback von Schülern an Lehrkräfte und Mitschüler setzt ein großes Vertrauensverhältnis voraus. Schüler-Lehrer-Feedback bietet viel Potential für die Weiterentwicklung des Unterrichts.

Guter Unterricht erhöht die Zufriedenheit bei allen Beteiligten, erzeugt mehr Motivation, eine höhere Verantwortung und bessere Leistungen.

Allein die Tatsache, gefragt und sehr ernst genommen zu werden, ist ein Signal, das die Schüler hoch schätzen und honorieren, wobei es natürlich auch von Seiten der Schüler gelernt werden muss, wirksame Rückmeldungen zu formulieren.

Dabei hilft es allen weiter, zu trainieren, wie man Erfolge und Stärken wahrnimmt und auf den Rückmeldungen aufzubauen.

Hattie rückt drei Ebenen, auf denen Feedback erfolgreich wirkt, in den Mittelpunkt:

  1. Feedback zur Aufgabe
  2. Feedback zum Lernprozess 
  3. Feedback zur Selbststeuerung

Hattie schlägt vor, das Feedback auf jeder Ebene jeweils als Antwort auf folgende drei Fragen zu geben:

1. Where am I going?“ Wohin bewege ich mich in meinem Lernprozess?

2. Was sind dabei meine Ziele?. „How am I going?“ Wie komme ich voran? Welchen Fortschritt kann ich hinsichtlich meiner Ziele erkennen?

3. „Where to go next?“ Wohin bewegt sich mein Lernprozess im nächstfolgenden Teilschritt? Was ist zu veranlassen, damit sich ein noch besseres Vorankommen ergeben kann?

Bei den drei Ebenen dreht es sich ausschließlich um Wissenszuwachs und Kompetenzerwerb im kognitiven Bereich. Entsprechend konzentrieren sich die obigen Fragen auf Informationen, die für das Lernen von Bedeutung sind, auf den Kern von Unterricht abzielen und damit auch auf den Schwerpunkt der Unterrichtsentwicklung. Das schließt nicht aus, dass das Arbeits- und Lernverhalten sowie das Sozialverhalten ergänzend in den Mittelpunkt gerückt werden kann.

Wir haben ein Seminar / einen pädagogischen Tag / eine SchiLf für Lehrkräfte entwickelt, das Sie und/oder Ihr Kollegium in eine Feedbackkultur einführt.

Sie erfahren Chancen und Möglichkeiten, wie Sie Feedback in Ihren Unterricht / Ihre Organisation systematisch integrieren können und dabei eigentlich nur einen "Mehrwert" erfahren.